Ingenieurbüro – Sportboot-Sachverständige

Sicherheitsprüfung

Mit Ihrem Auto müssen Sie regelmäßig zur TÜV-Untersuchung. Für Sportboote hat der Gesetzgeber vorerst keine technische Überprüfung vorgeschrieben. Dennoch empfehlen wir Ihnen zu Ihrer Sicherheit eine regelmäßige technische Prüfung folgender Bauteile:

1. Gasanlage

Gasanlagen können im Laufe der Zeit undicht werden. Da Flüssiggas schwerer als Luft ist, sammelt sich das Gas im Schiffsrumpf. Es besteht dann die Gefahr des Erstickens für alle Personen, die sich unter Deck aufhalten. Da durch eine undichte Gasanlage auch die Gefahr einer Explosion besteht verlangen sicherheitsbewusste Sportboothäfen eine regelmäßige Gasprüfung.

An Sportbooten mit Gasanlagen soll alle 2 Jahre eine Gasprüfung gemäß der Richtlinie G 608 durchgefürt werden. Wir sind befugt die Überprüfung der Gasanlage durchzuführen. Vereinbaren Sie bei Bedarf mit uns einen Termin.

2. Motor

Bei einem Motorversagen auf See kann es zu lebensbedrohlichen Situationen kommen.
Wir empfehlen eine jährliche Inspektion des Motors.

Wenn Sie etwas über den Zustand des Motors wissen wollen, können wir an Ihrer Yacht einen Motorcheck durchfüren. Dies empfiehlt sich insbesondere bei gebraucht erworbenen Yachten, da hier in der Regel wenig über die exakte Laufdauer, sowie die tatsächliche Pflege und Wartung bekannt ist.

Wir beraten Sie unabhängig, ob die Überholung eines alten oder defekten Motors lohnend ist.

3. Rigg

Mast, Wanten und Stage sind beim Segeln ständig wechselnden Belastungen ausgesetzt. Durch auftretende Lastspitzen insbesondere bei schweren Wetter, aber auch durch Materialermüdung und Überalterung können am Rigg Schäden auftreten, die zum Mastbruch führen können.
Wir prüfen den Mast sowie Wanten und Stage auf mechanische Beschädigungen, Korrosion, Verformungen und Risse. Auch beim Masttrimm sind wir ihnen behilflich. Untersuchungen in einem Hafen haben gezeigt, dass von 50 geprüften Yachten nur 3 richtig getrimmt waren. Ein falsch getrimmter Mast ist nicht nur ein Sicherheitsrisiko, sondern beeinträchtigt auch die Segelleistung der Yacht.

4. Ruderanlage

Gewissenhafte Pflege, Wartung und Prüfung der Ruderanlage sind wichtig, da durch einen Ausfall der Anlage auf See meistens eine Notsituation entsteht.

Die Steuermechanik sollte einmal pro Jahr insbesondere vor längeren Törns überprüft werden. Die Steuerelemente sind in der Regel durch Verkleidungen abgedeckt. Erst nach der Demontage der Verkleidungen ist eine Sichtkontrolle der Steuermechanik möglich. Unabhängig von der Sichtkontrolle sollten Verschleißteile, zum Beispiel Seilzüge, bei normaler Nutzung alle fünf bis sechs Jahre ausgewechselt werden.
Bei Schubstangensystemen müssen die Kugelköpfe einmal pro Saison gefettet werden. Auch Hydrauliksysteme sind nicht wartungsfrei. Häufige Mängel sind: Scheuerstellen an den Leitungen, Öl-Lecks, überaltertes Hydrauliköl, lose Verschraubungen und Risse infolge starker Krafteinleitung in die Rudermechanik.